Donnerstag, 12. April 2018

3 Schüsse auf Rudi Dutschke




Heute vor 50 Jahren, am 11. April 1968 wurden 3 Schüsse auf den Studenten Rudi Dutschke abgefeuert. Rudi starb 11 Jahre später daran, in einer Badewanne, allein, ohne Hilfe. Der Schütze, ein junger Hilfsarbeiter war extra aus München angereist, angestachelt durch die Boulevard-Presse, um Rudi abzuknallen.

Rudi Dutschke kam aus der DDR, dem anderen Deutschland von dessen Rigidität er die Schnauze voll hatte. Er kam zu einer Zeit nach Westberlin, als der SDS (sozialistischer deutscher Studentenbund, einst eine Studentengruppe der SPD) politisch durchhing.
1967 war bereits Benno Ohnesorg von der Polizei in Westberlin erschossen worden. Dutschke wurde bekannt durch den von ihm und anderen organisierten Internationaler Vietnamkongress. Dutschke hatte Charisma. Er war eloquent, theoretisch anders als die Kommune 1, die mehr das Konzept vertrat, den Staat durch humoreske Entblößungen in seiner Absurdität darzustellen. Vielleicht war Dutschke dadurch auch gefährlicher. 

Dutschke vertrat eine Theorie, die besagte, "wir leben jetzt in einer Zeit wo wir alles erreichen können was wir wollen, wenn wir es wollen" und von dieser Theorie zur Praxis übergehen. Tatsächlich hatte er damit recht, nur dazu gehörte es auch, diese Emotion hochzuhalten. Das ist eine Kunst und gelang nicht mehr, vor allem nicht weil er sich nach seinem Anschlag erholen musste. 

Als er einige Zeit später in London lebte, stand er fassungslos vor dem Phänomen, dass die ROLLING STONES mühelos den Hyde Park füllen konnten, es aber erheblich schwieriger war eine solche Menge auf die Strasse zu einer Demo zu bekommen. Wahrscheinlich verstand er das wirklich nicht. 

Als man 1970 politisch "die antiautoritäre Phase“ liquidieren sollte, um effektiver politisch zu arbeiten, verlor die Bewegung ihren Charme und zeigte langsam aber sicher das stalinistische Gesicht des Sozialismus "alles was schön ist, ist konterrevolutionär, bourgeois“. 

Was zeigt uns das. Politik muss human bleiben, es ist keine Politbörse. Die gehört dem Kapitalismus. Das unser Land von Parteien regiert wird war allen klar, dass es eine Partei für die Zukunft geben musste war unausweichlich. Die KPD/AO (Aufbau Organisation) konnte es genauso wenig sein wie der KBW (Kommunistischer Bund Westdeutschland). Stark an der Natur orientiert, bildeten sich die Grünen als stärkste Kraft heraus und Rudi war einer ihrer Sympathisanten. Aber eine Partei ist etwas anderes als eine APO (Außerparlamentarische Opposition), die Frauenbewegung und Kinderläden begründete. 

Heute sind wir ein Stück weiter. Klarer ist wie Determinierungen neurobiologisch beim Kind etabliert werden. Somit blieben leider die Kinder das Stiefkind der 68er. Aus den neuen Kitas gab es bereits das Beispiel des "TIME OUT" bei zweijährigen, das bedeutet Kinder vor die Tür zu stellen, oder mit dem Gesicht zur Wand. Solche Traumatisierungen waren früher für uns nur peinlich, heute erkennen wir wie das Gehirn das verarbeitet.
Politik ist doch in der Essenz nichts anderes als die Organisierung dessen, was man tun muss um die Gesellschaft nicht an ihren Früchten zu beteiligen. Das Rätsel das zu ändern ist noch nicht gelöst. Wie dem auch sei.-
Schade, Rudi, dass Du nicht mehr unter uns bist.
 

Montag, 19. Februar 2018

1968


 
Audimax der TU Berlin 1968

Inzwischen muss man ja schon sagen, dass nur die Älteren sich noch daran erinnern, in einer Zeit, wo junge Leute noch nicht einmal die Beatles mehr kennen - John, Paul, George and Ringo.
 
Es geht um die 68er, die 68er Studentenbewegung. An einem Wochenende, genau wie das jetzige 17./18.2. 2018, war vor 50 Jahren der Vietnam- Kongress in West-Berlin, eben 1968, nachdem die Studentenbewegung ihren Namen erhielt.
 
Gebrodelt hatte es bereits schon vorher. Es ist bekannt, dass sich Adenauer jede Menge Nazi- Personal in Deutschland politisch hielt, was die Nation lähmte.
Die Nachkriegsgeneration wollte eine Aufarbeitung alter Strukturen. Warum waren ihre Eltern Nazis gewesen. Warum waren heute noch Polizisten aus dem Nationalsozialismus immer noch Polizisten (Polizei im 3. Reich unterstand der SA). Da war der Bundesnachrichtendienst, der von einem ehemaligen Nazi geführt wurde. Das Staatsoberhaupt war in den Bau eines Konzentrationslagers verwickelt. Bundeskanzler Kiesinger bekam von Beate Klarsfeld eine Ohrfeige. Bereits früh war er in die NSDAP eingetreten. Westberlin war auch 1968 noch durch die Siegermächte bestimmt. Und dann der imperialistische Krieg in Vietnam durch unsere Gönner, die USA.

1968 lebte Rudi Dutschke in Westberlin, der aus der DDR kam, ebenso wie Bernd Rabehl. Der SDS, die ehemalige Studentenorganisation der SPD, hatte damals eine Flaute und bekam durch den dynamischen Rudi Auftrieb.
Den ersten großen Eklat gab es bereits am 2.Juni 1967, als Benno Ohnesorg von der Polizei auf einer Anti-Schah-Demo, gegenüber der deutschen Oper, erschossen wurde. Dasselbe Schicksal erlitt Rudi Dutschke im April 1968, allerdings durch einen von den Medien aufgehetzten Zivilisten.

Bereits am 1.1.67 wurde die Kommune 1 gegründet zu der Dieter Kunzelmann und Fritz Teufel gehörten. Dutschke und Rabehl sympathisierten, standen dann aber doch abseits.

Hier sollte der Versuch unternommen werden, dass Zusammenleben mehr nach Bedürfnissen zu leben, ein soziales Lebenslabor zur "Politisierung des bürgerlichen Individuums" (K 2). Der Vietnamkrieg fiel in dieses Schema. Man fühlte sich verantwortlich.

Eines Tages sah ich Rainer Langhans (K1) der mit seiner Struwwelpeterfrisur auf einem Richtertisch stand. Hintergrund: K.P. hatte seine Notdurft im Gerichtssaal entleert und war danach zum Richtertisch gerannt, nahm sich seine Anklageschrift und wischte sich den Hintern damit ab. Dies sollte zeigen, was man von dem Recht der Besatzer hielt.

Ab da wollte ich politischer Kommunarde werden. Es war die Zeit des politischen Aktionismus, nicht der Gewalt. 
Ich war damals noch Schüler, nahm aber schon 1968 am Sternmarsch auf Bonn gegen die Notstandsgesetze teil. Erst 1969 lebte ich in der Kommune 1-Fabrik in der Stephanstr., in Moabit / Berlin.
Zum Vietnamkongress kamen über 5000 Personen angereist, unter ihnen auch philosophische Prominenz wie Jean Paul Sartre. Die 68er-Bewegung setzte vieles in Gang, u.a. die Kinderladen-Bewegung (freie Erziehung), die Frauenbewegung, das Leben in Wohngemeinschaften und überhaupt die Politisierung, die letztlich zur Gründung der Grünen führte. Die 68er Bewegung war eine revolutionäre Bewegung, auch wenn sie das Herz der Nation nicht erreichte, die Arbeiter und den Mittelstand. Mich führte sie in die Tiefen der Sexualökonomie von Wilhelm Reich, der selber ein politischer Theoretiker der Bewegung war. Hier fand ich meinen späteren Beruf, den ich heute, (wenn selber auch schon Rentner) immer noch ausübe. -J.T.


Audimax der TU Berlin 2018


Samstag, 25. November 2017

Arbeitsdemokratie und Politik




Der Philosoph Winfried Santüns mit John im Gespräch über Dialektik  1984 in Berlin

Freitag, 24. November 2017

Arbeitsdemokratie und Politik 


Arbeitdemokratie ist ein integraler Bestandteil des Menschen. Der Mensch ist aus sich heraus arbeitsdemokratisch, heißt, hat Interesse und Freude mit anderen Menschen zusammen zu arbeiten und das Leben zu organisieren. Dem gegenüber gibt es einen Gegenspieler wie das in der Dualität so häufig der Fall ist. Das ist die Politik. Das Wort Politik, dass sich von Polis also der Stadt ableitet, weist darauf hin, dass sich dieser Begriff wohl bildete als Organisationen komplexer wurden, wie beispielsweise in den Städten wo nicht mehr jeder jeden kennt und somit die Administrationen wichtig wurden.

Eigentlich ist dagegen nichts einzuwenden: Politik als Ausdruck gesellschaftlicher Organisation. Vielleicht liegt das Problem positiv betrachtet an der Komplexität und Anonymität. Doch die Politik nutzte genau das aus um etwas Neues zu schaffen. Aus der natürlichen Arbeitsdemokratie wurde das Streben nach Macht! Alles zu unterwandern und zu umgehen und sich an die Spitze einer Struktur zu setzen. Zuerst war es was kleines, wie ein Häuptlingsinteresse oder eine Verwaltung. Dazu brauchte man Ideologie, dann Strategie und vor allem die Lüge, das Verbergen, das Nichtsagen, wie wir es auch aus der heutigen Politik kennen. Im Extrem des Verbergens nennt man das Diplomatie, die legitimierte Lüge. Lüge in veredelter Art, eine neue Wahrheit, eine neue Machtidee und ein neuer Machtbereich.


Während der Begriff Arbeitsdemokratie (bestimmt hieß er damals nicht so) unterging, etablierte sich der Begriff der Politik für das soziale Zusammenleben.1968 sagten wir "Alles ist politisch", was auch stimmte wenn wir den Begriff richtig in seinen Bedeutungszusammenhang der damaligen progressiven Zeit sehen. Ich selber sagte einmal "ich bin stolz politisiert worden zu sein". Aber auch hier gab es schon eine arbeitsdemokratische Bewegung, die sich nicht unbedingt politisch nannte, denn politisch war meistens marxistisch oder gar maoistisch, wenn nicht sogar leninistisch. Das hatte nichts mehr zu tun mit dem frühen Marx, der noch über Entfremdung referierte. Engels "Dialektik der Natur" war manchem ein Graus. Cohn-Bendit und Fischer gehörten zu den Spontaniisten, also keiner Partei an.


Im Allgemeinen gibt es Beziehungspolitik, Familienpolitik, Schulpolitik, Hochschulpolitik und so fort. Politisch hieß hier, alles hängst nicht nur zusammen sondern unterliegt auch einer politischen Ideologie. Das war für uns zunächst Mittelschichtpolitik und damit die politische Forderung nach Emanzipation. "Kampf dem Patriarchat" anstatt Rotfront. Die Frauenbewegung kam erst 10 Jahre später dazu. Reich spielte hier schon eine große Rolle, aber nicht bei allen. Die Stauung der Sexualität. Die Charakterbildung als emotionelle Prägung. So Worte wie "geil" oder "fick dich" hätte man in den 60ern unmöglich sagen dürfen. Ich spreche über den Mittelstand.


Doch es gab da einen Widerspruch. Das war der Bereich der Fabrikarbeiter. Er war die Quelle der Produktion. Leute wie Fischer, Cohn-Bendit und ich gingen in Betriebe um Arbeiter näher kennen zu lernen. Haes, der Wahlhelfer von Rainer Langhans war auch mit dabei. Arbeiter hatten eine andere Kultur und ihre Politik musste gegenüber dem Mittelstand entsprechend anders sein. Das lernte ich selber von den Fordwerken, Ford beim wilden Streik 1973 wo es die Forderung "1 Mark für alle“ gab. Ich will nicht über diesen Streik referieren, der von Türken ausging. Ich war damals gerade raus bei Ford. (2013 gab es ein Gedenktreffen nach 40 Jahren über diesen größten Streik in Deutschland seit Gründung der BRD). In diesem Streik zeigten sich ebenfalls 2 Fronten. Die eine war arbeitsdemokratisch, die andere wollte lediglich einen Machtzuwachs. Dieser Teil war unsolidarisch und unangenehm, hart und kalt. Die Arbeitsdemokratie, das waren Arbeiter und mehr junge freundliche Leute, der Teil vor und hinter dem Tor.

Im Allgemeinen aber: Die Arbeiter wollten was wir uns nicht vorstellen konnten. Sie wollten keine revolutionäre Freiheit, auch keine Emanzipation, statt dessen lieber selber Chef sein. Zunächst einen kleinen Betrieb haben, wo sie Boss waren und die anderen die Arbeiter. Wie bitte?

Das gefiel uns Mittelschichtler natürlich überhaupt nicht. Daraus entstand die Idee, der Arbeiter müsste "politisiert "werden. Er müsste lernen was seine wirklichen Ziele sein müssten (das wussten wir natürlich besser als er) und wie er sie organisiert. 


Ich machte zudem noch eine andere Erfahrung. In der Arbeiterschaft gab es keine einheitliche Arbeiterklasse. Da waren alte Arbeiter und junge Arbeiter. Zwischen diesen beiden Gruppen gab es einen Kulturkrieg der zunächst unkittbar war. Die jungen wollten einfach mehr Freiheit, nicht mehr Organisation und ich musste ihnen Recht geben. Mit den Beatles 1963 brach ein emotioneller Sturm los für mehr "libidinöse" Freiheit. Das war die wahre SEXUELLE REVOLUTION und nicht Castro, Moa Che Guevara, Kim Il Sung oder Ho Chi Minh. Hier teilte sich die 68ger Revolution. Die eine Fraktion meinte man müsste die marxistische Revolution organisieren (Politik), ein anderer 

Teil wollte lieber das Leben organisieren. Vielleicht mal nach Indien fahren, einen Guru wie Anagarika Govinda finden oder die eigene Kultur aufarbeiten. Das waren mehr die Arbeitsdemokraten, die man letztlich nach 1970 für "nichtpolitisch" hielt. Es gab ein falsches Verständnis. In der Politik politische Arbeit und Selbstverwirklichung sind Gegensätze. In der Dialektik aber sind gesellschaftliche Arbeit und Selbstverwirklichung natürlich und ergänzen sich. 

Das Rätsel löste sich mal wieder, wie konnte es auch anders sein durch Wilhelm Reich. 1969 besuchten wir den marxistischen Psychologieprofessor Peter Brückner, seine damalige Freundin war die Fernsehjournalistin Barbara Sichtermann. Sichtermann glaubte, das es falsch war was Kommunen machten. Eine Politik, nach innen gerichtet und deshalb unpolitisch.


Peter vertrat mehr unseren Standpunkt. Auch emanzipatorische Politik ist revolutionär. Aber zwischen diesen beiden Polen sollte man angeblich entscheiden. Der politisch Arbeitende muss immer leiden. Ihm darf es nicht gut gehen. Das war bei Reich schon in den 30er Jahren so. Das Proletariat sollte auch leiden, sonst würden die ja die Revolution nicht machen. Ein schönes Leben vor der Revolution durfte es nicht geben. Ich finde das heute nachträglich krank und auch schon damals komisch. Diese Leidenstheorie ist ein frühkindlicher Schaden, der später zur Gewalt führte. Das erkannte man erst, als es zu spät war.


Die Arbeiten Reichs leideten unter den Kommunisten, der Fraktion von der sich die Hälfte der Deutschen in den 20er und 30er Jahren Befreiung erhoffte. Reichs Veröffentlichungen (Reich war inzwischen in Berlin und in der KP) mussten erst von der KPDSU in Moskau genehmigt werden. Jedoch, eine Genehmigung wurde NIE erteilt! Die Schrift "Was ist Klassenbewusstsein", noch unter dem Pseudonym Ernst Parell herausgebracht, war brillant und ehrlich. Hier lernte ich Reich charakterlich kennen, den liebevollen Arbeitsdemokraten. Für die KP war das ein Graus. Es stellte die uneingeschränkte Gewalt der Partei in Frage. Ja, er, Reich  behauptete sogar es gäbe ein Klassenbewusstsein der Partei und eins der Massen, also der Menschen. Wilhelm Pieck, Chef der KP sagte Reich wäre der erste, den er nach gewonnener Revolution an die Wand stellen würde. Ein echter Stalinist. 


Es ist wohl immer so, dass man Aufklärer als Zerstörer brandmarken will. So auch was mich betrifft wurde behauptet ich wolle die Orgonomie zerstören. Für Reich löste sich das Problem erst, als er vor Hitler nach Dänemark floh und dort den SexPol Verlag gründen konnte. Hier löste sich Reich von der Politik und machte in den 30er Jahren einer seiner größten Entdeckungen: die Spontangeneration, Kontraktur und Expansion von Bionen (Energiebläschen), an denen in den USA die Orgonstrahlung entdeckt wurde (sie kann man nachweisen, ich habe alleine Temperatur und Elektroskopentladung 15 Jahre lang kontinuierlich jeden Tag gemessen. Auch die biologischen Experimente habe ich nachvollzogen und sie stimmen). In Dänemark hatte er sich völlig von der Politik gelöst und tauchte wieder in die Arbeitsdemokratie ein. Reich korrigierte viele Bücher und erweiterte sie auf die doppelte Seitenzahl, im Besonderen darunter die Charakteranalyse und die Massenpsychologie des Faschismus.


In der Auseinandersetzung mit der Politik hatte Reich die Arbeitsdemokratie als angeborene natürliche Funktion des Menschen entdeckt. Ihr stand inzwischen die Politik gegenüber.

Wahrscheinlich kann man Arbeitsdemokratie und Politik nicht trennen. Es ist wie yin und yang. Während Arbeitsdemokratie immer die Basis allen Funktionierens ist, sind die Politiker die die damit arbeiten wollen (die einen sehen in der Natur einen Baum stehen, die anderen im Geist was man mit dem Baum machen könnte). Während Arbeitsdemokratie immer konservativ in einem rationalem Fahrwasser ruht, ist die Politik schnell anfällig für Irrationalität, die sich vor allem im Macht haben wollen ausdrückt. Hierbei ist auch das ganze Ensemble, das dazu gehört: Gier, Eifersucht, Intrige, irrationale Konkurrenz und Täuschung. Die Neigung dazu ist sehr stark vorhanden, ja quasi vorgegeben. Gut ist es also, wenn die Politik sich eher in Richtung Arbeitsdemokratie zurückbesinnt bzw. dialektisch erweitert,  bedeutet Politik wird zur Arbeitsdemokratie. Oder anders ausgedrückt, These: Arbeitsdemokratie, Antithese: Politik, Synthese: arbeitsdemokratische Politik (aber leider ist ja die Zeit, wo die Philosophie noch eine Vormacht hatte vorbei. Stattdessen knallharte Brutalität).

Reichs Erlebnis in Wien während eines Aufstandes ließ ihn sehen, wie Nachbarn aufeinander schossen. Zudem entdeckte er, dass die psychische Struktur nur Ausdruck der vorherrschenden Produktionsverhältnisse waren. Die Sexualstauung machte die Irrationalität in der Gesellschaft erst möglich. Er selbst wollte sich beteiligen an Aufklärung und Veränderung. Aber er kannte damals das Wesen der Politik noch nicht. Als er fast ihr Opfer wurde wuchs sein Zorn auf die Politik. Vielleicht kam die Politik etwas zu schlecht in seiner Beurteilung weg. Politik kann man genauso wenig ausmerzen wie die allgemeine Krankheitsdisposition. Politik entstand wahrscheinlich im Zuge der Arbeitsteilung und im Größeren: Häuptling gegen Clan. 


Was kann man anfangen mit dem Wissen über die Arbeitsdemokratie. Dass wäre ein Prozess geistiger Kultur. Heute würde man sagen, man könnte darüber meditieren um zu erkennen wo Rationalität in Irrationalität umschlägt. Das Problem ist naturgegeben. Es war nur eine Frage der Zeit. Aber heute haben wir damit zu tun und es ist auch naturgegeben sich damit auseinander zu setzen. Marxisten konnten Reich natürlich nicht verstehen. Er konnte nur verrückt geworden sein. In seinem Wahn baute er eine Kiste und sagte: "Da ist der Orgasmus drin!". Otto Fenichels Gerücht erreichte doch Amerika und so behauptete ein Psychologieprofessor in einer Vorlesung: "Und da gab es diesen Freud-Schüler Wilhelm Reich, der wegen seiner verrückten Sex-Ideen in einer Geistesanstalt landete." Ein Student meldete sich und sagte: "Das ist ja gar nicht wahr. Reich ist Therapeut hier in New York, er praktiziert sogar 2 Blocks von hier und ich bei ihm Patient".


Das Prinzip der Politik finden wir also überall, nicht nur in der Politik wie Parteien oder APO, sondern vor allem auch in den Familien (patriarchalische Familienpolitik. Reich nannte diese Erkrankung Femilitis). Insofern kann man von Politik sprechen, wenn Personen oder Gruppen für sich Macht reklamieren, die meist immer SOZIAL GETARNT ist. Der Arbeit steht der Wille zur Macht gegenüber. MACHT unbedingt! Offen oder durch Rationalisierungen. Tatsächlich ist Politik also die Erkrankung der Arbeitsdemokratie. Blöd, dass es 2 Bedeutungen für einen Begriff gibt: Politik. Wir sind Realisten und wissen, dass wir heute ohne Parteien nicht auskommen und die Politik wird auch weiter unsere Gesellschaft bestimmen. Die Arbeitsdemokratie kann man noch niemals politisch erobern. Man kann sie noch nicht mal einführen, weil sie bereits existiert, überall dort wo Arbeit geleistet wird. Sie muss nur gesäubert werden von all dem was wir Politik nennen. 


Aber das nicht durch politische Art. Realistisch betrachtet ist Arbeitsdemokratie und Politik in einander vermengt. Auf die Seite der Arbeitsdemokratie zu gehen ist eine leise Revolution, jedenfalls von der Seite, die die Arbeitsdemokratie versteht. Wie gesagt, sie politisch einzuführen ist unmöglich, weil sie keine Politik ist. Wie kann man die Entartung erkennen. Einfach, wenn es einen nach Macht gelüstet. Das kann man gut überall erkennen. Irgendwann ist ein Punkt überschritten, dann geht man über Leichen, alles prallt dann von einem ab. Man will nur noch gewinnen. Früher machte man das mit dem Schwert, heute sind die Methoden zivilisiert und viel subtiler.


Arbeitsdemokratie, der unpopuläre Reichsche Begriff, hat noch nicht einmal in den Reichianischen Gruppen Einzug gefunden. Nicht attraktiv, zu philosophisch. Zusammengebogen wie alles andere? Man kann sich aber glücklich schätzen wenn man sie kennt und versteht. Es wird vielleicht etwas Zeit und Nachdenken bedürfen bis man ihren Sinn ergründet. 


Mit dem Wissen über Politik kann man es schaffen zu einem normalen Leben zurückzufinden, jenseits von Macht und AufsteigerInteressen.


Die Arbeitsdemokratie markierte also den Punkt bei Reich, sich von der Politik abzuwenden. Linke sahen darin einen Zusammenbruch von Reich. Reich gab sich viel Mühe in der  3. erweiterten und korrigierten Ausgabe der Massenpsychologie des Faschismus 1942 diese Trennung rational zu erklären (u.a. angefangen in Masse und Staat) und dem 3 Schichtenmodell des Menschen und seiner charakterlichen und politischen Verknüpfungen. Die Grüne Partei gab es damals noch nicht aber ich bin mir sicher, Reich hätte sie zum analen Spektrum gerechnet. Sehr schade, sollte doch diese Partei unsere Hoffnung sein und waren doch unsere besten Leute bei ihr.


Im Zuge der GRÜNEN - Mediengruppe, zu der ich in Köln gehörte,  legte ich den Sprechern in Köln ein grundlegendes Papier über die Möglichkeiten der Anwendung von Luftreinigung in Köln vor. Köln liegt in einer Tiefebene und somit in einem energetischen Tal in dem in heißen Sommern Energie stagniert, zu DOR wird und älteren Herzpatienten das Leben kostet. Ich glaubte Möglichkeiten zu kennen, dagegen etwas mit orgonomischen Mitteln tun zu können, die nichts kosten würden, mit Ausnahme der Erhebung von Ärzten, die statistisch hätten ermitteln müssen ob das "Cloudbusting" anschlägt oder nicht. Die Sprecher (Sprecher= Vorsitz ) waren wahrscheinlich mit dem Papier total überfordert. Ich hatte das Papier schon zuvor in NRW der Ministerin für Umwelt, Bärbel Höhn zukommen lassen. Die wollte, obwohl in meinem Bundesland dafür zuständig sich nicht damit befassen und schickte es nach Aussagen ihres Sprechers zur Bundestagsfraktion, wo es dann endgültig verschwand. Auf Anfrage antwortete die Bundestagsfraktion nicht. Darauf hin rief ich dazu auf, die Grünen bei der nächsten Bundestagswahl nicht mehr zu wählen und handelte mir damit, sogar von meinem Verband in Oberberg ein Parteiausschlussverfahren ein. Da waren die Grünen fix dabei. 


Wie Reich bin ich heute froh von Parteien befreit zu sein. Trotzdem brauchen wir die Gesetzgebung für Recht für ein energisch gesundes Aufwachsen der Kinder. Der Gesetzgeber dafür ist der Bundestag. 25 Jahre Kinderrechte der UN (heute der 20.11.2017) reichen da nicht aus. Das ist noch ein sehr weiter Weg. Die Gesunderhaltung des Lebens (Schwangerschaft, Geburt) und die ersten 4 Lebensjahre mit ihren sexuell-infantilen Entwicklungsphasen sind bis heute nicht verstanden und bleiben ungeschützt. Es braucht wohl kaum gesagt werden, dass jegliche Perversion an Kindern von Erwachsenen selber darauf zurückzuführen sind, dass sie als Kinder selbst missbraucht oder eine Erkrankung ihrer eigenen sexuellen Infantilität erdulden mussten. Anstatt dieses Thema der gesunden Entwicklung der Sexualität bei Kindern zu sichern, fängt man am anderen Ende an, am vollzogenen Missbrauch. Wenn man nur über harmlose Sexualität der Kinder redet, läuft man schon Gefahr ein Missbrauchstäter zu sein (Siehe Kursbuch 17, 1969, Frau- Familie- Gesellschaft, Kursboden: Kommune 2: Liebesspiele im Kinderzimmer). Das ist besonders pervers. 

Schwangerschaft und besonders Geburt bedarf der höchsten Unterstützung. Man nimmt es heute in Kauf, dass private Hebammen, ihre Arbeit aufgeben, weil sie ihre Versicherung nicht bezahlen können. Dem gegenüber bietet man ohne medizinische Indikation die Kaiserschnittentbindung an. Schnelle saubere Geburt in 45 Minuten. 

Dr. Eva Reich wies in ihren Workshops in Berlin (es gab speziell einen Geburtsworkshop 1990 in Berlin) darauf hin, dass viele Frauen nach einer Kaiserschnittgeburt Sexualschwierigkeiten aufwiesen. Es ist alles nicht so einfach wie man meint. Die Natur ist da immer noch am Besten organisiert.


Weiter zu den Grünen: Dass der Mensch der Ökologie betreibt in sich auch ökologisch sein müsste, ist den Grünen fremd. Ökologie findet für sie nur Außen statt. So sind sie dann selber auch alles andere als ökologisch. Psychologie ist für sie sowieso ein Fremdwort. Keine Beziehung zur Psychologie. Zudem: der Vorstand in Köln 2000 bestand damals aus beruflich kleinen Händlern (Kaufleute), die sich einen politischen Aufstieg erhofften.

Die politische Kampfschrift "Massenpsychologie des Faschismus" wurde in ihrer Erweiterung zum Manifest gegen die Politik, die Reich der emotionellen Pest zuordnete, einer Krankheit die vom endemischen in den epidemischen Zustand übergeht (breitet sich von einem Punkt umfassend aus. Die Freiheitshausierer, die aus der Wahrheit einen Köder machen um Menschen in die Falle zu locken, wollen ihnen vor allem gerne die Arbeitsdemokratie nehmen, bzw. einschränken und sich als Führer irgendeiner Ideologie (bei Reich war es eine linke) bestellen.
Gelingt das, hat man später eine Diktatur wie sie in der Sowjetunion oder anderen sozialistischen Staaten existierte. Umerziehung zur Unselbstständigkeit wäre anschließend das Motto. 

Das erkannte Reich als er den Christusmord 1951 schrieb, kurz bevor er der emotionellen Pest selber zum Opfer fiel. Reich sah das Licht der Freiheit aus dem Gefängnis in Lewisburg, Pennsylvania, USA, nicht mehr. Er starb kurz vor seiner Entlassung an Herzversagen. Reich sagte immer ein krankes Herz wäre ein gebrochenes Herz. War Reich am Ende der Strasse angelangt, wo es keine Hoffnung mehr gab? Wo man erkennt, wie es wirklich ist? 


Eine neue Frau, eine neue Kraft. Reich hatte erwägt nach Absitzen der Strafe mit seiner neuen Freundin Aurora Karrer (die er nicht im Gefängnis heiraten durfte) in die Schweiz auszuwandern. Die Gefängnisstrafe musste Reich auf sich nehmen, weil er einige Orgonakkumulatoren über die Staatengrenze von Maine nach New York hat bringen lassen. Das war nach einem vorherigen Urteil gegen ihn und das Orgoninstitut verboten. Er und Dr. Silvert (der den Truck fuhr) trugen die Verantwortung. Silvert bekam 1 Jahr, Reich 2 Jahre. Silvert erschoss sich nach der Gefängnisentlassung. 


Reich brauchte Geld für das Experiment in Arizona wo er zeigte, dass nur mit Heranziehen von Feuchtigkeit (ohne Regen) Präriegras wachsen konnte und zwar in der Menge, das Farmer ihr Vieh zum Grasen auf diese Wiese schicken konnten. Das US-TV dokumentierte das. Die Story ist also wahr. Das war Arbeitsdemokratie, Reichs Inhaftierung Politik. Wir selbst schafften es in einer Expedition in USA 89 am Colorado-River (Grenze von Kalifornien und Arizona) in 3 Tagen Regen heranzuziehen. Im Mai regnete es zum ersten Mal in diesem Jahr! in Arizona und in drei angrenzenden Staaten zusätzlich. 


Reichs Buch über Gleichungen zur Antigravitation, an dem er im Gefängnis schrieb wurde konfisziert und verschwand für immer. Reich hatte die USA überschätzt, kannte die Politik dort nicht. Er kam nicht zu uns zurück nach Europa. In der Schweiz, wohin er nach seiner Freilassung auswandern wollte hätte er noch lange forschen können. Er war erst 60. Wer weiß was Reich noch entdeckt hätte zum Wohle der Menschheit. Reich starb 1957 im Gefängnis. Die USA hatte tatsächlich das geschafft, während Reich in Europa der ganzen Verfolgung entging. 


Aber neue Erkenntnisse waren auch schon früher der Gefahr der Gewalt ausgesetzt, so auch bei Galileo Galilei (musste abschwören), Giordano Bruno (wurde auf dem Scheiterhaufen verbrannt), etc.. Reich sagte einmal, das Bruno die Orgonomie philosophisch vorweg genommen hätte. Aber wie konstant setzt sich die Wahrheit durch? Sie braucht nur Zeit. Wir haben einen langen langen Weg vor uns. Vielleicht wird der Name Reich dabei in Vergessenheit geraten. Aber der Mensch hat alles was er braucht: Biologie, den Orgasmusreflex und die Arbeitsdemokratie und Verstand. "Liebe, Arbeit und Wissen" war das Motto von Reich. Vielleicht sollte man das als Mantra einführen. Täglich 100 mal "Liebe Arbeit Wissen“. Vielleicht hilft das. Bisher rezitieren wir das Mantra "Am Ziel vorbei gehen" und das wohl ein paar hundert Mal am Tag.

 
In Berlin wurde Reichs Politik der 30er Jahre zwischen 1979-92 wieder aktualisiert. Politik kontra Arbeitsdemokratie. Ich hab ja nichts dagegen wenn Menschen andere Meinungen als Reich haben, aber dann sollen sie diese auch explizit als ihre EIGENE Meinung ausweisen und nicht behaupten, das wäre Reichs Meinung. Es ist nicht ehrlich sich selber hinter Reich zu verstecken und ihn so (ich muss es leider sagen) zu missbrauchen, verbiegen und zu funktionalisieren. Warum? Zuerst verstand ich das nicht. Heute nenne ich solche Leute Trojaner, besser noch Judasse, manische Charaktere, gespaltene Persönlichkeiten die niemals eine echte Orgontherapie durchlaufen haben, höchstens Reich light, die Reich einerseits lieben, andererseits ihn so wie er ist hassen, weil er nicht mehr das vertritt, was ihre politische Meinung ist. Trojaner, weil sie Reich von innen zerstören, ohne dass Reich sich dagegen wehren kann. Vielleicht sind sie sich dessen nicht bewusst, aber sie wollen Reich wie er sich verstand zerstören. Kein Respekt. Vielleicht wissen sie nicht was sie tun. Namen sind hier nicht wichtig, nur das Prinzip. 
Reichgegner versammeln sich nicht wie vor den Stadttoren von Troja. Wahrscheinlich sind sie selber ehrliche Idealisten, glauben an das was sie tun.

Sie werden selber Reichianer, ja sie drängen sich sogar danach. Nach wenigen Jahren entpuppen sie sich als Gegner. Sie fangen an von innen Reich zu zerstören. Ich zähle den Mitarbeiter des Orgoninstituts William Washington dazu, der Reich belog, nie an einer Uni studiert hatte und zu guter Letzt mit 2 Prototypen des Orgonmotors das Institut verließ. Wen ich in Berlin dazu zähle, und hier tummelten sich ebenfalls einige Leute, werde ich aus Eigenschutz nicht sagen, aber jeder kennt die Namen, aber ich habe ihnen die Suppe versalzen. Ich kam in eine Rolle, in die ich gar nicht rein wollte und keiner wollte glauben, dass ich sie ausfüllen konnte.


In Berlin ging das Orgon, die Bione und die Sexualökonomie zu Grunde. Zurück bleibt ein Reich, der zu früh mit Erwachsenensexualität konfrontiert wurde. Die Fixierung die daraus entstand war Reichs Sexualökonomie. Das heißt Reich war krank, seine Psychologie, Biologie und Physik nur Murks. Nur sein inzwischen etabliertes Renommee kann man nutzen. Darüber hinaus war er ein interessanter Schriftsteller utopischer Romane, wir Ron Hubbard.


In Berlin wurde ja später 1995 im Namen von Reich die Orgonspannung und das Orgon selber abgeschafft, organisatorisch mit Eva Reich, Reichs Tochter an der Spitze. Man sollte seinen Mund wirklich im Zaum halten, wen man für geeignet erachtet Reichs Werk fort zu führen. Und wenn dann sollte man den Überblick behalten. 


In der Orgonomie gibt es eine bürgerliche Mitte, die anderen sind die ewig politischen Gestrigen. So behaupten sie, Reich wäre vom Glauben abgefallen, oder politisch zusammengebrochen, wie Fenichel, der das Gerücht erstmals in Umlauf brachte, Reich sei verrückt geworden. Fenichel gehörte zu den marxistischen Psychoanalytikern, zu denen auch Reich gehörte. Er landete in einer psychiatrischen Klinik, Reich nie. Er streute das Gerücht über Reichs geistige Erkrankung aus, das große Wellen schlug. Der Engländer  David Boadella brachte das Gerücht neu nach Deutschland, obwohl seine Biographie über Reichs Werk ausgezeichnet war. An einer kontroversen Lappalie machte er Reichs Erkrankung fest. Das musste wohl sein. Ein Berliner Hochschulprofessor griff das Gerücht auf. 


Ich wusste jedoch durch Hoppe, dass Reich von 3 Psychiatern in den USA als gesund begutachtet worden war. Kritiker wollen Reich kastrieren, weil sie sich vom Vater nicht emanzipiert haben. In Berlin geschah dass 1979. Ein Hinweis auf die Arbeitsdemokratie wurde mit dem Argument abgeschmettert, Reich solle erst didaktisch dargestellt werden, damit man ihn auch versteht.- Die Arbeitsdemokratie käme in Folge dessen dann zuletzt (das wurde gesagt!). Als es dann soweit war gestand der Dozent (natürlich nicht öffentlich), dass er dieses Thema überhaupt nicht ausfüllen könne und "Arbeitsdemokratie wäre sowieso das, was wäre, wenn der Mensch gesund wäre. Deshalb wäre sie nicht wichtig. Nicht wichtig? Alles Ausreden! Es hätte sonst nämlich Politik kontra Arbeitsdemokratie gestanden.


Zu meiner Person hieß es, ich wolle nichts tun und auch das andere nichts tun sollten, obwohl ich die Orgonakkumulatoren für Europa baute. Kurz ich gehörte zur anderen Seite.

 
Lange stand ich auf einer homepage unter der Extrarubrik "Irrationalität in der Orgonomie: John Trettin." Dann versuchte man meine Öffentlichkeitsarbeit zu behindern. Man versuchte Einfluss gegen mich zu nehmen, allerdings ohne Erfolg.
Man schickte mir in Berlin die Polizei ins Haus. Ohne Ergebnis.
Man machte eine anonyme Anzeige gegen mich.
Man ließ meine Praxis in Köln aufbrechen und durchsuchen.
Alles ohne Erfolg.
All das kam von Reichianern, von "Kollegen".
Es gab auch Angriffe von außen, aber die waren nicht so zahlreich.
Das ist Politik.
 
Zurück nach Berlin.
Unausgereifte ökonomische Vorstellungen mittels der Reichschen Theorie und Kommunismus dozieren zu wollen verfremdet Reich bewusst. Reich auf den politischen Reich zu reduzieren, wo man nur noch zum Aufstand aufrufen kann (die Waffe der Kritik kann die Kritik der Waffen nicht ersetzen, so wie es noch in der 1. Auflage der  Massenpsychologie des Faschismus stand) ist Gott sei dank vorbei und nichts daraus geworden. Wir wollen das doch heute nicht mehr.
Hier muss man festhalten: Spätestens seit 1940 war Reich nicht mehr links. Aber auch in Berlin gab es um 1980 keine Möglichkeit Reich in ein politisches Korsett zu zwängen. Einfach deshalb weil es zu der Zeit gar keine politische Organisation gab, die für ein solches Konzept sich interessiert hätte. Es war also eigentlich Mindfuck!
 
Trotzdem sind politische Vergewaltigungen schädlich. Sie gehören zum schädlichen Teil in der Orgonomie.
Politik in der Therapie: Meinen Artikel, der direkt im Anschluss an diesen auf DzogOrg zu lesen ist, (Der Orgonakkumulator 2018) wollte ich nicht ausweiten, was unverantwortliche Politik im Bereich der Therapie anrichtet, weil das den Rahmen des Akkumulators und dessen Missbrauch gesprengt hätte.

Bereits in den USA 1989 begegnete mir einiges. 

1989 interviewten wir noch lebende Mitarbeiter Wilhelm Reichs. Wir hatten in Santa Monika einen Bus für die Reise gekauft, lebten in diesem Dodge-Van mit unseren Kameras, Mischpulten, Mikrophonen  etc. meistens auf "Park & Ride"- Parkplätzen, weil Motels für uns auf die Dauer zu teuer waren. Wir mussten dann beispielsweise zu den Interviews in New York die 60 Meilen in die Stadt fahren. Dort durfte man an Tankstellen auch nur 60 Minuten parken. Chuck Kelley in Ojai, Kalifornien, über den wir unsere Reise organisierten, empfahl uns einen Schüler von ihm zu besuchen und als wir in New York eine Interviewpause hatten fuhren wir dorthin, saßen im Garten, konnten baden und der Kontakt war sehr nett. Reinste Erholung auf dieser strapaziösen Reise. Dieser Therapeut hieß Neil. Er besuchte uns auch später in Deutschland. Chuck Kelley und seine Schule galt als neoreichianisch. Wir riefen von dort aus nach New York an um bei einer führenden Reichianischen Organisation ein Interview haben zu wollen. Neil hatte zuvor in deren Journal etwas über Cloudbusting publizieren können und nun wollte diese Gruppierung den Daumen auf Neil haben, wogegen der natürlich etwas hatte und sich gegen die ideologische Bevormundung wehrte. Nun war es so, dass wir für Rückfragen die Telefonnummer von Neil angaben und die schien den Leuten in New York bekannt. Resultat: Weil wir bei Neil zu Besuch waren, waren wir auf einmal für ein Interview unakzeptabel. 

Unglaublich. Das ist Politik, nicht Arbeitsdemokratie. Politik ist in der Orgonomie stark verbreitet. Als wir Tom Ross den Hausmeister Reichs interviewten wollten, hielt der den Mund. Man hatte ihn wohl angewiesen nichts zu sagen.- Politik!

Es gab einen amerikanischen Orgonomen, mit dem wir auf unsere USA-Reise zu tun hatten. Als der den Präsidenten seiner Orgonomie Organisation traf, senkte er unterwürfig den Kopf und man konnte denken, man wäre bei Hof. So stark war das Untertanenverhalten. Als diese Person in Deutschland war forderte er viele auf, andere zu bespitzeln und ihm die Informationen zukommen zu lassen. Als bald versuchte er Tiefschläge über geheime Papiere, die er schrieb, auszuteilen. Dieser oder jener Therapeut würde sadistisch arbeiten, ein anderer hätte sich mit einer Person getroffen, die bei ihm auf der schwarzen Liste stand und so weiter und so fort. Es ist dem Berliner Heiko Lassek zu verdanken, dass wir diese Person in Deutschland wieder los wurden, bevor er sich zu sehr hier einnisten und die Arbeitsdemokratie zerstören konnte. Solche Personen sind bei uns nicht willkommen.
 
Warum ließ Stalin die ganze Revolutionsgarde liquidieren und verfolgte Trotzki bis ins Exil nach Mexiko um ihn umbringen zu lassen. Ich glaube wir kennen alle die Antwort. Sie ist simpel und einfach: Macht, nichts anderes! Philosophisch sind die Reichianer Reichianer, doch im wahren Leben sind sie Normalmenschen oder besser Normalneurotiker, aber mit Anspruch und dieser macht sie vielleicht so gefährlich, weil man mit der Orgonomie nicht nach oben kommt. Das ist frustrierend. Um so stärker der Ehrgeiz- desto höher die Frustration- desto gemeiner sind gewisse Menschen.

Orgonomen sind Goldschürfer. Doch der gold rush ist vorbei. Während in der bürgerlichen Welt die Machtverteilung noch demokratisch ist, (das ist hier nur eine Behauptung), ist sie in der Orgonomie archaisch und primitiv, wie bei allen Autokraten. Man fühlt sich in die Urzeit zurückversetzt. Kritiker werden als Feinde identifiziert. Diesmal sind nicht die Juden die Feinde, sondern die Kritiker die vernichtet werden müssen. Wenn solche Leute die politische Macht erlangen würden, wäre ich schnell in einem Konzentrationslager. Aber Gott sei Dank wird diese Orgonomie NIE genug Macht erlangen. Ich erinnerte hier an den Wiener Reichianer Otto Mühl und dessen Organisation, die AAO. Dort gab es eine Hierarchie wie beim Militär. Man glaubte zum Schluss man wäre der erste Mensch auf Erden, andere außerhalb der AAO nur DeTis (denkende Tiere, so die Propaganda). Man nennt das wohl Faschismus. Auch die AAO war zu schwach. Zwar wurden schon Hochrechnungen erstellt, wann man die Welt übernehmen werde. Aber die Welt schert es kaum, sie dreht sich weiter. Die Freiheit wird eh von anderer Seite kommen und Orgon trifft auf den Schnittpunkt im Raum von Existenz und Nichtexistenz. 


Reich war in den USA rechtskonservativ. Er misstraute vor allem den Kommunisten, die in der USA eine starke Lobby hatten. Er glaubte, sie könnten ihn, Reich ebenso wie Trotzki im Visier haben, ihn verfolgen und zur Strecke bringen wollen (Conspiration, gleichnamiges Buch von Wilhelm Reich). Die Wahrheit muss eben immer ans Kreuz geschlagen werden, das ist unvermeidlich, der unvermeidliche Christusmord! Aber nach Aussagen vieler Interviewten in USA war Reich nicht rechts, nur vorsichtig und das ist es eben wenn man rechts- konservativ ist. Aber enge Schüler in der Orgonomie glaubten Reich wäre wirklich rechts und so wollten sie auch rechts sein. Ist ja auch einfacher so. Man kann dann autoritärer sein. Wo das hinführen kann haben wir in der Geschichte der Orgonomie gesehen. 


Allgemein: Personen mit schlechtem Charakter streben nach oben. Die Orgonomie ist ein beliebtes Feld dazu. Da Reich die emotionelle Pest entdeckt hat, ist die Orgonomie auch hier in ihrem Zuhause, dem Zentrum der Pest selbst.

Ich glaube ich habe das an anderer Stelle mal so geschrieben "Die emotionelle Pest hat einen Namen: Orgonomie". Natürlich ist das polemisch, aber es ist schon etwas wahres dran. Natürlich muss sich die Emotionelle Pest der Orgonomie bemächtigen, hier wurde sie zum ersten Mal bloß gestellt und kam in den Fokus, d.h. sie wurde nackt. Aber was machte es der Emotionellen Pest so leicht in der Orgonomie Eingang zu finden. Das war die Philosophie der absoluten Gesundheit (von der Diktatur des Proletariats zur Diktatur der Gesundheit). Eine Hierarchie der Gesundheit und eine dementsprechende Gesundheitsorganisation mit Botschaftern in allen Ländern heißt: das Niederdrücken der Freiheit radikal im Namen der Wahrheit. So was zieht charakterlich deformierte Menschen an, die sich durch Brutalität durchsetzen. So wurde die Orgonomie ein Misthaufen der Geschichte. Reich findet dort nicht statt, sondern außerhalb. So fanden wir auch bei den Neoreichianern menschlichere Kontakte, obwohl wir eigentlich Orgonomen waren, die Kritik an den Neoreichianern haben. Aber wir wollen nicht politisch sein und verstanden uns gut. Die, die die Orgonomie zerstören wollen bezichtigen mich die Orgonomie zerstören zu wollen. 

Ich habe diesen Aufsatz eigentlich nur geschrieben weil in meinem Artikel "der Orgonakkumulator 2018" was Hoppe betrifft, etwas keinen Platz hatte. Mit dem bereits schon genannten Amerikaner in Deutschland ging eine negative Propaganda einher, die wiederum von einer bestimmten Gruppe kam. Zwar gratulierte man Hoppe noch in einem Journal zum 80. Geburtstag, doch im Geheimen gab es diese negative Propaganda gegen ihn. 


Hoppe wollte sich einfach nicht ihrer Organisation unterstellen, obwohl man sogar schon behauptete er würde zu dieser Organisation gehören. Hoppe war stolz darauf eigenständig zu sein. Als Hoppe starb suchten viele einen neuen Therapeuten. Es gab einen dieser Organisation, allerdings damals im südlichen Europa.  Man musste also dahin fahren. In der Therapie wurde dann als erstes verlangt, man solle von Hoppe ABSCHWÖREN. Man sollte zugeben, dass Hoppe ein SCHLECHTER THERAPEUT sei. Tat man das nicht, wurde das als Widerstand diagnostiziert, der erst gelöst werden musste. Dann musste man eingeräumen "ja, ich hab ja schon immer Zweifel gehabt." Brav! Wie kann man das von einem Patienten verlangen, der all sein Vertrauen in diesen, seinen Therapeuten gesetzt hat. Unmöglich! Jetzt: Wenn man das nicht tat, dann hatte man diesen chronischen Widerstand und die Therapie konnte nicht fortgesetzt werden.


Das ist doch wirklich unglaublich. Ich fahre ins Ausland, muss den Therapeuten noch bezahlen, vielleicht auch noch das Hotel und dann muss ich mir so einen Mist anhören von einem Therapeuten, der einer der renommiertesten Organisationen für Therapie angehört. Das hat auch mit Orgonomie nichts mehr zu tun und da könnte man wirklich vom Glauben abfallen. Ja, ungewollt sind wir für andere der Stachel im Arsch. Aber wir sind darauf nicht stolz. Anscheinend ist der Krieg der tobt, im Großen und im Kleinen, das weltbewegende. Wer fragt da nach einer Reichianischen Philosophie über Arbeitsdemokratie. Wahrscheinlich niemand.


20.11.2017

Freitag, 10. November 2017


Orgonakkumulator 2017, OrgonInstitut Trettin


Der Orgonakkumulator 2018 


Seit 43 Jahren baut das heutige OrgonInstitut Orgonakkumulatoren. Wir folgen damit einer Instruktion des hochgeschätzten Mitarbeiters Wilhelm Reichs, Dr. Walter Hoppe. Seine Information zeigte, dass mit den damals in Deutschland existierenden körpergroßen Akkumulatorenboxen (mit mehrfach großflächigen Plastikfolie Aluminiumschichten) nichts anzufangen war. Dr. Hoppe war Reich-Experte und auch sein Freund, wie er mir sagte "Ich habe von Reich nichts reduziert und nichts hinzugefügt", war sein Credo.

Ich stellte unseren 1. kommerziellen Orgonakkumulator richtig gebauter Art 1976 in München her. Hoppe las das in einem AnzeigenBlatt, befürwortete den Bau, allerdings mit einigen Auflagen und Warnungen, die er uns mit auf den Weg gab, denn die kommerzielle Herstellung in Deutschland war natürlich auch für ihn neu, zumal er ja quasi Pate dabei stand und damit die Verantwortung auf ihn zurückfallen konnte. Wörtlich sagte er zu mir: "Seien Sie bloß vorsichtig. Wenn Sie hier Mist bauen, werfe ich alles nieder. Sie haben ja keine Ahnung. Sie kennen die "Emotionelle Pest" ja nicht." So lag die Verantwortung schwer auf meinen Schultern. Und Mist haben wir in 43 Jahren nicht gebaut. 

Später zur Zeit als wir in Berlin die Orgonwerkstatt hatten sagte mir Dr. Eva Reich, die Tochter Wilhelm Reichs, fast wörtlich dasselbe. Einzelne Akkumulatoren zu bauen war nicht auffällig, eine fabrikartige Produktion schon eher. Die Warnungen sollten sich später bewahrheiten.   
Von uns leiten sich heute alle anderen Produktionen großer Orgonakkumulatoren ab, teils von ehemaligen Mitarbeitern von uns, und nicht immer mit unserem Segen, gelinde gesagt. Allzu stark ist da die Neigung sich dem Markt und dessen Wünschen anzupassen und das Wesendliche zu verlieren, bis hin zu "des Kaisers neuen Kleidern."(Andersen). Es gibt eine Mauer, hinter dem der biologische Kern liegt, wie Reich es nannte. Die Mauer ist auch als Panzerung bekannt. Selbst wenn man will dringt man nicht so einfach zum Kern vor. 

"Die Orgontherapie (die dafür zuständig ist) ist nicht für alle", sagte Hoppe. Der Orgonakkumulator aber schon. Der Bau von echten Orgonakkumulatoren setzt neben Wissen Verantwortung voraus, nicht nur Enthusiasmus auf Gewinn. 
Die Arbeit echte Orgonakkumulatoren zu bauen ist aus vielerlei Gründen nicht nur aufwendig, sondern auch anstrengend. Zudem, Orgon ist kein geschützter Begriff. In den USA wird ein Akkumulator gebaut, der haargenau so aussieht wie unserer und zwar, weil die betreffenden Personen ihn bei uns perfekt abgeschaut haben, ohne das heute lobend erwähnen zu wollen. Frech setzten sie ihr eigenes Logo drauf und schauen auf uns herab. Das ist unter Kollegen höchst unsolidarisch. Orgonomie als rein amerikanische Disziplin mit amerikanischen Kollegium imponieren zu wollen ist nationalistisch, nicht orgonomisch. Mit Hoppe, der kein Amerikaner war und den selbst Reich wegen seiner schnellen Auffassungsgabe bewunderte, ging man aus USA auch nicht zimperlich um, obwohl er über 20 Jahre mit dem Akkumulator in Palästina und später Israel wissenschaftlich arbeitete, während in den USA nichts geschah. 

Die USA hatten nämlich keinen amerikanischen Markt-Orgonakkumulator mehr. Ihr heutiger Orgonakkumulator ist ein deutsches Plagiat: Unseres! Wir sind das Original. Man kam einfach 15 Jahre zu spät auf den Markt und wollte nicht zugeben, das wir zuerst da waren und inzwischen den Standard stellten. Somit gebührt uns die Ehre.  

Das wäre nicht so schlimm. Aber wie sieht es mit dem Teil des Akkumulators aus, den man nicht sieht. Ist das Innenleben dasselbe, wie die Hoppe- Übermittlung? Das ist nicht der Fall! Es gibt zwar unser Haltegerüst, aber was das Innenleben betrifft nimmt man nicht das Originalmaterial von Hoppe. 
Auf unserer Reise durch Amerika 1989 fanden wir mit Ausnahme von Chuck Kelley, der noch einen originalen Reich Akkumulator besaß, bei den Orgonomen und den Neoreichianern keinen einzigen neugebauten Orgonakkumulator, der richtig gebaut war. Sogar der vom damaligen ACO Präsidenten war fehlerhaft, wie er selber zugab. Das Wissen über den Bau des Orgonakkumulators war in den USA verloren gegangen. Wir brachten das in Deutschland zurück und stellen damit ein Kernstück der Orgonomie in Europa. Bücher erschienen über den Akkumulator nachdem man uns konsultiert hatte.  

Unsere Akkumulatoren haben kein Zusatzmaterial, das die Akkumulation behindern könnte und er hat alles was er wirklich braucht. Dabei ist er so pur wie er nur sein könnte.

Es gibt Stoffe, die Orgon gut anziehen, aber sind die auch biologisch sinnvoll, oder sind diese Stoffe gar kontraindiziert? Das ist hier eine wichtige Frage. Für einen Nichtmediziner und Geschäftsmann ist das allerdings unwichtig. 
Ein anderer Mythos: Viel Orgon ist gut! Aber der Körper hat ein Aufnahmelimit. Zuviel Energie könnte im Extrem darüber hinaus zur Kontraktur(Krampf) und nicht zur Expansion (Entspannung) führen. Ein Körper lädt nur das was er braucht und das am besten langsam. 

Man kann sich nicht unbegrenzt mit Energie aufblähen und so energetisch omnipotent werden. Ein Orgonom weiss das, ein Laie nicht unbedingt. Vielleicht interessiert ihn das auch nicht. Versprechen für "stärker, größer, besser" sind nur gut für das Geschäft. Vor allem Reich untersuchte die Anwendung des ORACs und auch nur die ist umfassend dokumentiert.
Über neuere Materialien kenne ich keine einzige Studie, noch mal: keine einzige Studie. 

Deshalb die Vorsicht! Orgonbau setzt Rationalität voraus und kein Märchendenken. Orgon gehört auch nicht in die Esoterik. Es ist nach Reich Orgon-Bio-Physik. Mit Ausnahme von Hoppe erreichte sie nicht Deutschland, weder im Westen, noch im Osten.  

Reichianische Gesellschaften sind eher philosophischer Art, liberal mit der Neigung zum Verwässern, aber nicht progressiv im Sinne des Bewahrens. Bis heute haben sie nicht verstanden was (Licht)Refraktion und Orgonspannung eigentlich bedeuten.  

Zudem: Reich starb 1957. Alles andere gehört in den Bereich des Glaubens wo ja bekanntlich alles möglich ist und wo Realität in Irrationalität verschwimmt und im Dunklen entschwindet. Ab hier ist alles möglich, alles was man will. Im Extrem vielleicht ein Fall für die Psychiatrie aber nicht für die Orgonomie. Aus progressiver Esoterik, in der die Reich-Theorie auch eine Rolle spielte, wurde 1985 in Antelope Oregon/ USA Bio-Terrorismus. 
Manisch-depressive Menschen findet man leider sehr häufig im Reich-Glauben. Das hat charakteranalytische Gründe. In diesem Sinne muss Arbeit, Wissen und Verantwortung die Produktion bestimmen. Seit 43 Jahren ist das bei uns der Fall. 

"Sogenannte Weiterentwicklungen sind meist Rückschritte" meinte einst Dr. Hoppe und das mahnt zur Vorsicht, weil das so oft behauptet wird. Auch wir haben in den 43 Jahren manche kleine technische Verbesserung eingeführt, aber nur was die Halterung betrifft, aber niemals die Kernmaterialien verändert. Unser Akkumulator ist ein vitaler Mineralienakkumulator durch und durch, so wie Hoppe es lehrte. Keine dieser Materialien sind lungengängig. Das ist gesetzlich längst verboten und diese Materialien werden deshalb im Verkauf längst nicht mehr angeboten. Auch diese Propaganda gegen den Hoppe-Akkumulator ist falsch. 

Zur weiteren Kritik: 7 gilt in gewissen Kreisen als mystische Zahl der Perfektion. Das war der Grund warum viele unbedingt 7-schichtige Akkumulatoren haben wollten. Dagegen ist nichts einzuwenden, aber ein 5-schichtiger reicht aus. Auch wir nutzen inzwischen nur noch solche. Das spart für die Produktion unsere Arbeitszeit, Material und das Geld der Kunden.

Wer behauptet, der konventionelle Akku wäre veraltet, würde DOR (deadly orgone radiation) an sich ziehen, der hat bestimmt nie länger mit Akkumulatoren zu tun gehabt. Das ist einfach falsch. Gerade die Steinbasis des Minerals verhindert das. Alles andere gehört ebenfalls in den Bereich der Mystik. 


Als Statthalter für Reich in Deutschland wird die Verantwortung bei uns bleiben bis andere sie in Zukunft aufnehmen werden. Wenn nicht, dann wird sie in Zukunft genauso abwesend sein wie 1968, einer Zeit in der es zwar Reich (die sexuelle Revolution) gab, aber keinen Orgontherapeuten und auch keinen Orgonakkumulator in Deutschland. Ich lernte noch in meiner Studentenzeit: "Als Reich nicht mehr weiter wusste, baute er einen Kasten und sagte: "Da ist der Orgasmus drin!" (linkspolitische Volksweisheit).

Wilhelm Reich OrgonInstitut Deutschland am 8.11.2017




Vor dem OrgonInstitut
 


Mittwoch, 25. Oktober 2017

Buddhanatur und Orgonenergie

 Band 1, 2 und 3

Reich lernte ich ja bereits 1968 kennen, die Spätschriften, die Orgonomie erst ab 1972. Auf den tantrischen Buddhismus traf ich mehr durch einen Zufall, jedoch das innere Energiesystem (Chakren und Kanäle) lernte ich durch den Psychologieprofessor Dr. Richard Alpert ( besser bekannt als Ram Dass) 1972 kennen. DAS WAR NEU. Heute gehört es zum Allgemeingut, nicht nur im New Age.
 
Es gab also andere Energiewege, aber in welchem Verhältnis standen sie zur Orgonenergie? Die Theorie dazu sind die Tantras, nicht zu verwechseln mit den Neotantras des New Age, das nur namensgleich ist.
 
Die Tantras sind 2500 Jahre alt und haben 2 Auffassungen. Eine Theistische (also mit einem Gott z.B. Shiva oder Vishnu an der Spitze) und eine Nicht- Theistische, also ohne Gott. Das bezeichnet man als Buddhanatur, obwohl Garab Dorje dieselbe Lehre schon vor dem Buddha lehrte. Buddha bedeutet alles wissen und alles verstehen. So weiss man, dass es 2 Wege gibt: Unwissen und Wissen. Der postulierte Urbuddha Samantabhadra sagte in seiner Hauptbelehrung, 1 Grund, aber 2 Wege. Im Nichtwissen verfangen ist man im Leid gefangen, ohne Ausgang, ähnlich wie in der Neurose in der es keinen Ausgang gibt- außer durch Reich. Ebenso einen Grund, zwei Wege (Gesundheit und Neurose).
 
In den 50er Jahren kannte man nur eine Art des Buddhismus, einen asketischen. Der stand natürlich im starken Widerspruch zu Reichs Orgasmusreflexauffassung.
 
Yoga, das Dehnen der Sehnen galt als dem Orgasmusreflex entgegengesetzt. Der Buddhismus war also das genaue Gegenteil zur Orgonomie.
Dass das nicht so war erkannte ich erst als ich wie gesagt durch einen Zufall mit dem tibetischen Buddhismus in Kontakt kam.
 
Auch heute noch zählt das Vorurteil aus Unkenntnis. Das "Sitzen der Buddhisten" ist nicht typisch für diese Kulturen. Aber es gibt andere Probleme.
 
Identität und Gegensätze zwischen Orgonenergie und Buddhanatur soll ein Buch von mir heißen, das lange in Planung aber bis heute noch nicht vollständig realisiert wurde.
 
Weiter:
Im Buddhismus gibt es den Begriff der  "Leerheit des Geistes". Das bedeutet 1.) das selbst Buddhas den Geist nicht finden konnten. 2.) Es gibt einen Bereich jenseits des Geistes: Dzogpa Chenpo. Aber gewöhnlich redet man von der Natur des Geistes, wie im Mahamudra (Tantrasystem).
 
Die Unkonkretheit wird mit Leerheit bezeichnet.
Hier braucht eigentlich nicht gesagt zu werden, dass Buddhisten nicht glauben, dass der Geist im Gehirn gebildet wird. Er findet lediglich so in der Biologie seinen direktesten Ausdruck!
Heute ist es leider so, dass bei amtierenden Buddhisten, also den Lehrern, die Neurose nicht das Thema ist. Auch Chögyam Trungpa (buddhistischer Professor) versteht die Neurose nicht psychiatrisch im Sinne von Freud, sondern allgemein als Problemtendenz (siehe: das Durchschneiden des spirituellen Materialismus, im deutschen fälschlich veröffentlich unter dem Titel "Spiritueller Materialismus"). Das ist natürlich nicht nur falsch sondern fachlich verfremdet im Sinne eines Allgemeinjargons.
Es gibt geplagte Menschen die neurotisch sind, andere sind es nicht. Hier hat Chögyam Trungpa der Sache keinen guten Dienst geleistet. Das wäre so als wenn Westler den Buddha einen Schöpfergott nennen würden.
 
Aber auch die Orgonomie will die Tiefe des Geistes nicht verstehen. Sie ist philosophisch im Bereich der Bibel steckengeblieben und überließ das Thema den Theosophen, obwohl sie gerade theoretisch energetisch die Voraussetzung hätte um tiefer zu dringen.
 
Wir haben also 2 Punkte des lebendigen Lebens, die weit auseinander sind. Daran kann man anscheinend derzeit nichts ändern. Es liegt auch an der Verschiedenheit der Kulturen. Aber auch Politik spielt hier eine Rolle.
Die Orgonomie wird im Westen verlacht. Die tibetischen Buddhisten verloren durch die Invasion Maos alles und verkaufen jetzt im Westen ihre Kultur, ihr einziges Gut. Auch in Tibet gab es nichts anderes.
Doch auch der Buddhismus kam seinerseits aus Indien über die Berge, heute ist er in Indien fast ausgestorben.
Das was der Buddhismus philosophisch vertritt ist dem Westen fremd, genau wie die westliche Technik den Tibetern einst fremd war (z.B. Pferde auf Pferdetrailern gezogen).
 
1975 begann ich meine Orgontherapie. 1977 bekam ich meine erste Abhisheka (tantrische Einweihung bei der ich versprechen musste, die tantrischen vorbereiteten Übungen zu absolvieren, zu denen ich 6 Jahre brauchte). Ich beendete meine Orgontherapie 1981 und nach Ende der tantrischen Vorbereitungen begann ich mein Dreijahres Retreat, dass bei mir allerdings von 1983 bis 1988 dauerte.
 
Als mein Vermächtnis dieser Zeit produzierte ich kurze Zeit später 3 Bänder über die Theorie des Buddhismus und der Orgonomie.
Politisieren ist eine Krankheit, aber nicht das Ausüben buddhistischer Philosophie. Unkenntnis führte schon immer zu Hass, Neid und Krieg.
Orgonomie wie Yoga (beispielsweise Tummo = innere Hitze) sind experimentell nachweisbar, oder anders: die Praxis wird es ans Licht bringen. Tatsachen sind nun mal Tatsachen, ob man sie nun mag oder nicht, das sagte bereits Reich.

Ursprünglich gab es in der Herausgabe des "Orgonomischen Videoarchivs" nur das Band 3 für den Verkauf.
Aber auch Band 1 und 2 (jeweils 4 Stunden) wurden jetzt von mir auf youtube geladen.
Nach wie vor vertrete ich den Standpunkt, die Orgonomie als solche so zu lassen wie sie ist. Der tibetische Buddhismus wird das selbe tun. Doch es gibt eine kleine Subkultur, sogar auf beiden Seiten, die beides vereint.
 
"DzogOrg" ist ein Projekt von mir einer Synthese für den modernen Menschen, der Neurosen nicht mit Mantras behandeln will.
 
Glaubensfragen werden dieses Thema beherrschen, oder mit Reich zu sagen, die verhärtete Charakterstruktur des Konservatismus. Orgonomie versus Buddhismus.
Trotzdem: das Tor ist geöffnet, durch das "Biologie" und " Geist " gemeinsam gehen können.
 
John Joachim Trettin, inspiriert durch den Vortrag von Dzongsar Khyentse in Mexico am 22.10.2017 Peyote versus Shunyata


Orgonomie und Buddhanatur 1)




Orgonomie und Buddhanatur 2)








Dienstag, 5. September 2017





John Joachim Trettin ist ausgebildeter Orgonom und zertifizierter Lama tibetischer Tradition


Wilhelm Reich und Buddha


Das Video Orgonomie und Buddhismus wurde 1988 kurz nach meinem dreijahres Meditationsretreat aufgezeichnet. Es hätte damals schon richtigerweise heißen müssen, "Orgonenergie und Buddhanatur" oder vielleicht noch besser "Funktionelle Identitäten und Gegensätze zwischen Energie und Geist". Ungeachtet historischer Gegebenheiten ist der Aspekt der feinstofflichen Energie und die Natur unseres Geistes identisch. Generationen von Menschen haben versucht ihr Geheimnis zu enthüllen, wobei die Wirklichkeit im Grunde äußerst simpel und einfach ist.